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Von der Konstruktion zur Serienreife in sechs Monaten. Start der Serienbelieferung im Oktober 2026
Kurze Entwicklungszeiten, komplexe Geometrien und hohe Anforderungen an Qualität und Prozesssicherheit: Bei einem aktuellen Projekt für die Elektronikindustrie hat die INDIA GmbH diese Anforderungen in einem durchgängig abgestimmten Entwicklungs- und Fertigungsprozess umgesetzt. Von der Konstruktion bis zur Serienreife vergingen lediglich sechs Monate. Bereits vier Wochen nach der Erstbemusterung wurde die geplante Serienstückzahl erreicht.
Zum Leistungsumfang gehören die Fertigung der geometrisch anspruchsvollen Spritzgussteile auf Maschinen mit Schließkräften von 80 bis 550 Tonnen sowie deren Bedruckung, Montage und Prüfung. Die fertigen Baugruppen werden anschließend direkt an den Kunden geliefert.
Parallel statt sequenziell
Bei komplexen Kunststoffprojekten entscheidet nicht allein die Qualität des einzelnen Prozessschrittes über den Projekterfolg. Maßgeblich ist vielmehr das Zusammenspiel von Konstruktion, Werkzeugtechnik, Prozessentwicklung, Qualitätssicherung und Serienfertigung.
INDIA hat deshalb von Beginn an auf eine enge Verzahnung der einzelnen Disziplinen gesetzt. Konstruktion, Werkzeugkonzept, Prozessplanung und Qualitätssicherung wurden frühzeitig zusammengeführt und teilweise parallel bearbeitet.
Dieser Ansatz verkürzt Schnittstellen und ermöglicht es, technische Risiken bereits während der Entwicklung zu erkennen und zu bearbeiten. Gleichzeitig können Erkenntnisse aus der Werkzeug- und Prozessentwicklung unmittelbar in die Konstruktion zurückfließen.
Zu den wesentlichen Elementen des Projektmanagements gehörten:
- die frühzeitige Einbindung aller relevanten Fachbereiche
- die parallele Bearbeitung von Konstruktion, Werkzeug- und Prozessentwicklung
- eine eindeutige Projektverantwortung mit kurzen Entscheidungswegen
- die kontinuierliche Abstimmung mit dem Kunden
- die frühzeitige Identifikation und Bewertung technischer Risiken
- die Vorbereitung des späteren Serienprozesses bereits während der Entwicklungsphase
Zeit als Wettbewerbsfaktor
Gerade in der Elektronikindustrie gewinnt die Zeit bis zur Serienreife zunehmend an Bedeutung. Kurze Produktlebenszyklen, hohe Innovationsgeschwindigkeit und ein dynamisches Marktumfeld erfordern leistungsfähige Entwicklungs- und Fertigungsprozesse.
Für Zulieferer bedeutet dies, Entwicklungsprojekte nicht mehr ausschließlich sequenziell abzuarbeiten. Stattdessen müssen Prozesse so organisiert werden, dass unterschiedliche Fachdisziplinen möglichst früh zusammenarbeiten und Entscheidungen auf einer belastbaren technischen Grundlage getroffen werden können.
Das Projekt zeigt, welchen Beitrag ein solcher Ansatz leisten kann: Innerhalb von sechs Monaten wurde aus der Konstruktion ein serienfähiger Fertigungsprozess entwickelt.
Vom Erstteil zur stabilen Serie
Mit Abschluss der Entwicklungs- und Qualifizierungsphase konnte die Serienproduktion planmäßig gestartet werden. Innerhalb von vier Wochen nach der Erstbemusterung wurde die geplante Serienstückzahl erreicht.
Im Rahmen des Serienanlaufs wurden Werkzeuge und Fertigungsprozesse weiter optimiert. Im Fokus standen dabei insbesondere die Anforderungen an Geometrie und Oberfläche sowie die Funktion der montierten Baugruppen.
Entscheidend war dabei die Betrachtung der gesamten Prozesskette. Neben dem Spritzguss wurden auch Bedruckung, Montage, Prüfung, Verpackung und Versand in die Prozessbetrachtung einbezogen. Dadurch konnte der gesamte Ablauf auf die Anforderungen der Serienfertigung abgestimmt werden.
Neben der Prozessstabilität standen dabei insbesondere Liefertreue, geringe Bestände und die notwendige Flexibilität bei unterschiedlichen Produktvarianten im Fokus.
Total Cost of Ownership: Gesamtkosten im Blick
Ein ganzheitlicher Entwicklungsansatz wirkt sich nicht nur auf Entwicklungszeit und Qualität aus. Er schafft auch die Grundlage für eine belastbare Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO).
Für die wirtschaftliche Bewertung eines Lieferanten ist der reine Teilepreis nur ein Teil der tatsächlichen Kosten. Werkzeugkosten, Logistik, Qualitätsaufwand, Ausschuss, Nacharbeit, Lagerhaltung sowie mögliche Folgekosten durch Lieferverzögerungen oder Qualitätsprobleme können die Gesamtkosten eines Projekts erheblich beeinflussen.
INDIA berücksichtigt diese Faktoren bereits während der Entwicklung. Durch die enge Verbindung von Konstruktion, Werkzeugtechnik, Prozessentwicklung, Qualität und Logistik können potenzielle Kosten- und Risikotreiber frühzeitig identifiziert und in die Projektentscheidungen einbezogen werden.
Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Betrachtung des Stückpreises hin zu den Gesamtkosten über den gesamten Prozess und Produktlebenszyklus. Für Kunden entsteht dadurch eine höhere Kostentransparenz und eine bessere Planbarkeit der Serienfertigung.
Engineering und Fertigung aus einer Hand
Das abgeschlossene Projekt unterstreicht den Ansatz von DREUCON, mit seinen beider Tochtergesellschaften INDIA und OEHME, dass anspruchsvolle Kunststoffprojekte nicht isoliert nach einzelnen Disziplinen betrachtet werden. Vielmehr werden Konstruktion, Werkzeugtechnik, Prozessentwicklung, Qualitätssicherung und Serienfertigung von Beginn an als zusammenhängender Prozess verstanden.
Das Ergebnis sind kurze Entwicklungszeiten, ein strukturierter Serienanlauf und Fertigungsprozesse, die bereits während der Entwicklung auf Qualität, Wirtschaftlichkeit und Liefersicherheit ausgerichtet werden.
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